Fußballtradition aus der Skatstadt

kein Spiel

Sonntag, 02 Juli 2017 15:36

Abschied mit weinendem und lachendem Auge

geschrieben von Philip Ihlenfeldt / Fotos: Frank Ludewig / Katrin Tretbar (ZFC)
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Der Saisonrückblick

Am Ende reichte es nicht ganz. Der SV Motor Altenburg verpasste den Klassenerhalt trotz des Sieges gegen Geratal knapp und muss nach dem Aufstieg im Jahr 2009 den Gang zurück in die Landesklasse antreten. Am Ende machte eine lange Durststrecke ohne Sieg den Unterschied, somit konnte man sich, obwohl man zum Saisonende noch einmal ein paar Gänge höher schaltete, nicht mehr aus dem Abstiegssog befreien.

 

Das Problem war, dass Motor zu Beginn der Saison nicht konstant genug war, um eine klare Linie zu finden, die über die gesamte Saison halten würde. In guter Erinnerung bleiben dabei dennoch der Auftaktsieg in Teistungen, als man von den Fans der Gastgeber sehr herzlich empfangen wurde oder auch der Derbysieg in Rositz, als man stimmungstechnisch und auch spielerisch etwas an alte Zeiten anknüpfen konnte.

Im Vergleich zur Vorsaison verlor jedoch auch die sonst so starke Motor-Offensive an Zugkraft, was zum Teil auch auf die Abgänge im Sommer zurückzuführen ist. Die 24 Tore, die Motor in dieser Saison weniger auf dem Konto hatte, fehlten am Ende zum Klassenerhalt. Bemerkbar machte sich dies dadurch, dass der höchste Saisonsieg nur ein 2:0 war, der jeweils gegen Teistungen, Rositz und Ehrenhain erreicht wurde. Dabei fiel es Motor diesmal besonders schwer, gegen defensivstarke Teams aus der oberen Tabellenhälfte zu punkten.

Zu schaffen machten Motor erneut Probleme in der Defensive, wie im Vorjahr hatte man nach dem letzten Spieltag 73 Gegentreffer auf dem Konto. Leider wurde in diesem Spieljahr auch ein neuer Negativrekord aufgestellt. Das Duell gegen Landesmeister Wacker Nordhausen II am 4. Spieltag verlor man mit 1:11, vorheriger Rekordhalter war der FC Eisenach mit einem 8:0 Sieg.

Landesklasseluft konnte man immerhin schon im Pokal schnuppern. Für Sonneberg und Westerengel war der SV Motor Altenburg Endstation, bis Motor gegen Hildburghausen ausschied und damit ein erneutes Duell mit Drittligist Rot-Weiß Erfurt verpasste. Dieses Spiel markierte gleichzeitig einen Wendepunkt in der Saison, schließlich war es das erste einer langen Durststrecke ohne Sieg, die erst ein halbes Jahr später mit dem Erfolg über Eisenach gebrochen werden konnte. In der Woche darauf durfte man gegen Gotha sogar endlich den ersten Heimsieg feiern.

Was kann man in der neuen Saison erwarten? Nach etlichen Jahren in der Verbandsliga hatte sich Motor etwas müde gespielt. Da man sich weit abseits des Profigeschäfts befindet, kann man einen Abstieg durchaus optimistisch betrachten und sich auf die neuen Herausforderungen freuen. Nun treffen die Altenburger in der Landesklasse auf alte Bekannte wie Stadtroda, Arnstadt oder Neustadt, die schon in der Verbandsliga gern gesehene Gäste in der Skatbank-Arena waren. Interessant werden zusätzlich auch die Duelle gegen die „unbeschriebenen Blätter“, allen voran die Aufsteiger aus den Kreisoberligen, darunter der TSV Gera-Westvororte oder der SV Gleistal 90. Innerhalb der Saisonvorbereitung wird man sehen, wie sich die Mannschaft mit den neuen Gesichtern auf die kommenden Aufgaben einstimmen wird, bis es im August schon wieder mit der nächsten Saison losgeht.

Zum Abschluss der Saison möchte sich Motor noch bei sämtlichen ehrenamtlichen Helfern in aller Form bedanken. Ohne Verantwortliche für die Sicherheit und Ordnung, das Catering, die Stadionkasse, die Organisation, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und ohne die Mitglieder und Fans wäre ein Spielbetrieb in dieser Form nie möglich gewesen. Auch Euch haben wir es zu verdanken, dass wir uns über acht Jahre in Thüringens höchster Spielklasse halten konnten.

 

Ein kleiner Rückblick in Bildern...

Gelesen 1332 mal Letzte Änderung am Sonntag, 02 Juli 2017 15:42

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