Fussballtradition aus der Skatstadt
Motorherz


Zehn Spieler, fünf Tore, drei Punkte

geschrieben von  Philip Ihlenfeldt /  Montag, 07 Mai 2018 13:35
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SV Germania Ilmenau : SV Motor Altenburg 1:5 (1:2)

Mit nur zehn Spielern ist der SV Motor Altenburg am 24. Spieltag der Landesklasse zum SV Germania Ilmenau angereist. Aufgrund von Arbeit und Verletzungen waren diesmal nicht mehr Spieler aufzutreiben, auch aus der zweiten Mannschaft war kurzfristig kein Ersatz zu bekommen. Wer auch nach der Kritik in den letzten Tagen an ein Debakel glaubte, war jedoch auf dem Holzweg. Mit 5:1 fertigte Motor die Gegner ab, gegen die man das Hinspiel noch vollzählig verlor. Zwei Treffer gingen auf das Konto des eigentlichen Torhüters Norman Teichmann, Rico Heuschkel gelang ein lupenreiner Hattrick.

 

Mehrmals schon zeigte der SV Motor Altenburg beeindruckende Leistungen, als man personell aus dem letzten Loch pfiff. Da man diesmal nur mit zehn Spielern zum Auswärtsspiel erschien, wähnten sich die Gastgeber auch angesichts des Ergebnisses im Hinspiel zu sehr in Sicherheit. Doch auch in Unterzahl kann man Gegner dominieren und Spiele gewinnen, das weiß man spätestens seit der Einführung der Roten Karte im Jahr 1970. Dass auf dem Spielfeld nun mehr Platz war, spielte jedoch nur Motor in die Karten. Durch die schwache Leistung der Ilmenauer Abwehr war es somit auch kein Zufall, dass Torhüter und Teilzeit-Torjäger Norman Teichmann, der zuvor schon mit zwei Pflichtspieltreffern im Altenburger Dress (eines davon jedoch als „echter“ Torwart) auf sich aufmerksam machte, die Gastgeber zunehmend in Bedrängnis brachte. Es dauerte nicht lange, bis er mit seinem ersten Vorstoß und einem sehenswerten Heber das 0:1 erzielte (8.). Noch in der Anfangsphase der Partie legte er sogar seinen zweiten Treffer mit einem trockenen Schuss nach (20.).

Ilmenau war geschockt und baute zwar mächtig Ballbesitz auf, konnte diesen jedoch trotz aussichtsreicher Gelegenheiten nicht in Tore ummünzen. So mussten die nur knapp 50 Zuschauer bis kurz vor dem Pausenpfiff warten, bis die Ilmenauer Nummer Zwei in der mannschaftsinternen Torschützenliste, Christopher Thurau, nach einem Dribbling den erhofften Anschlusstreffer erzielte (44.). Kurz danach ging es in die Pause, die Ilmenau genügend Zeit bot, um die Fehler aus der ersten Hälfte zu analysieren. Sollte es somit noch einmal spannend werden?

Klare Antwort: Nein. Denn nun begann die Show von Torjäger Rico Heuschkel, der in den letzten Wochen noch angeschlagen war und somit nicht sein volles Potenzial abrufen konnte. Ilmenau ließ den Gästen aus Altenburg nun viel Platz zum Kontern. Mit einem Doppelschlag in der 56. und 57. Minute nutzte Rico Heuschkel dies eiskalt aus und sorgte damit für die Vorentscheidung. Obwohl gerade im Abwehrbereich viele Leute fehlten, verteidigte Motor wacker und ließ den ideenlosen Gastgebern somit keine Räume. Eine Viertelstunde vor dem Ende sollte Rico Heuschkel per Distanzschuss noch das 1:5 erzielen und damit ein gutes Spiel mit einem Hattrick krönen (77.). Mit 25 Treffern verschaffte er sich gleichzeitig Luft im Rennen um die Torjägerkanone.

Nach den durchwachsenen letzten Wochen zeigte Motor Altenburg nun endlich die erhoffte Trotzreaktion und sicherte sich mit einem überraschend deutlichen Sieg in Unterzahl drei Punkte. Doch schon am Mittwoch geht es mit dem nächsten Spiel weiter, wenn man um 18:30 Uhr in Kahla zu Gast ist und sich dann – hoffentlich vollzählig – den nächsten Sieg sichern will.

Ilmenau: T. Lange, A. Kumm, Ma. Wolfenstetter, C. Thurau, M. Finn (63. M. Ibrahim), A. Mba Kuitche (73. C. Werner), Mi. Wolfenstetter, M. Fernando, F. Reimann (56. M. Heydt), F. Kempf, J. Hemmin

Altenburg: J. Mühlmann, K. Müller, S. Ollert, N. Oelsner, N. Teichmann, R. Heuschkel, F. Schmidt, M. Schöffmann, A. Korent, D. Syhre

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