Geschichte Sportverein
Bereits 1946, am 10. März, wurde im Altenburger Volkshaus nach dem 2. Weltkrieg die Altenburger Turn- und Sportbewegung wieder ins Leben gerufen. Dazu war ein Hauptausschuss des Sportamtes der Stadt Altenburg geschaffen worden, dem der bekannte Altenburger Sportler Alfred Schultke vorstand.
Aufgabe war es dabei, den Sport wieder auf örtlicher Ebene zu organisieren.
Mit dem damaligen Aufbau der Industriegewerkschaften wurden die volkseigenen Betriebe Basis der Betriebssportgemeinschaften. So kam es dabei zum Zusammenschluss der bereits vorhandenen kleinen Betriebssportgemeinschaften "Textima", "WMW", "Vemag", "Sanar" zur BSG "Stahl" Altenburg. Damit war erst einmal ein Fundament für 1800 Sportler geschaffen worden. Da es aber in Altenburg hauptsächlich metallverarbeitende Betriebe gab, war "Stahl" als Name nicht so zutreffend und auf Beschluss der IG Metall erfolgte anlässlich Wappen SV Motor Altenburg e.V.einer Versammlung des Landesvorstandes Thüringen im Mai 1952 eine Umbenennung in „Motor" Altenburg, der Geburtsstunde unseres Vereins, der damit im Jahr 2002 auf eine 50jährige Tradition und Vereinsgeschichte blicken konnte.
Trägerbetriebe waren VEB AREWA Altenburg, VEB Armaturenwerk Altenburg, VEB Nähmaschinenwerke Altenburg, VEB Waggonreparaturwerk Altenburg und VEB Werkzeugfabrik Altenburg. Bereits 1962, zum 10jährigen Bestehen des Vereins Motor Altenburg, konnte eine erste erfolgreiche Bilanz gezogen werden. In den Anfangsjahren der BSG Motor Altenburg wurde der Verein mit fast 2000 Mitgliedern zu einem der führenden im Kreis Altenburg und im damaligen Bezirk Leipzig.
Zur BSG Motor gehörten damals die Sektionen Billard, Boxen, Freizeit- und Erholungssport, Fußball, Handball, Judo, Kegeln, Leichtathletik, Ringen, Schach, Spielleute, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball, eine stolze Zahl von 15 Sektionen, die eifrig ihrem Sport nachgingen. Durch die politischen Ereignisse gab es ab 1990 auch im Verein Motor Altenburg enorme Veränderungen. Vieles wurde verändert oder musste verändert werden. Nicht nur, dass der Name in SV 90 geändert wurde, es gab auch einige Abteilungen, die nicht mehr in der alten Form und Größe existieren konnten. Trotzdem wurde versucht, mit den neuen Gegebenheiten, die nicht immer einfach waren, sich zu behaupten.
Ein Problem war auch die territoriale Neugliederung des Kreises Altenburger Land aus den bisherigen Kreisen Altenburg und Schmölln und der Wechsel des neuen Kreises aus dem Bezirk Leipzig ins Land Thüringen, wo sich auch im Thüringer Landessportbund mit seinen Fachverbänden eingegliedert werden musste. Sicher für viele Abteilungen und Mannschaften eine gehörige Umstellung, die aber im Laufe der Jahre bewältigt wurde. Besonders positiv war die Gründung des „Motor”-Faschingsvereins und die Wiederbelebung der Tradition der legendären Motor-Maskenbälle.













